CITY OF PETRA
„Petra ist der herrlichste Ort der Welt“
Der britische Archäologe Thomas Edward Lawrence schwärmte von der Felsenstadt: "Petra ist der herrlichste Ort der Welt. Jede Beschreibung ist sinnlos, da sie der Wirklichkeit nicht gerecht werden könnte."
Von der jordanischen Hauptstadt Ammen erreicht ihr Petra in etwas mehr als drei Autostunden. Ein Mietauto bietet Flexibilität, jedoch solltet ihr eher bei Tageslicht fahren, da auf der Strecke sehr viele Schlaglöcher und Bodenschwellen angebracht sind. Die Tempolimits so weit wie möglich einhalten, da die Polizei in Jordanien diese kontrolliert. Übertretungen werden ins Autobuch eingetragen und vom Vermieter eingezogen. Beste Reisezeit dürfte Frühling und Herbst sein. Man darf die Sommerhitze in Jordanien nicht unterschätzen und im Winter sind die Tage wesentlich kürzer. Kauft euch vor eurer Reise nach Jordanien den „Jordan Pass“. Damit erspart ihr euch das Visum und könnt sehr viele Ausflugsziele in Jordanien, auch die Stadt Petra, inkludiert im Preis besuchen. Das Visum kostet ca. 55 Euro, gebt ihr noch den Eintrittspreis von Petra dazu, also ca. 65 Euro, kommt ihr auf ca. 120 Euro. Während der Jordan Pass um die 90 Euro kostet. Beachtet aber, dass ihr mit dem Jordan Pass mind. 4 Tage in Jordanien bleiben müsst.
Rüstet euch mit einem geeigneten Schuhwerk aus, denn der steinige Weg, der hin und her 13 Kilometer und länger ist, ist für Flipflops nicht geeignet! Vielleicht mögen sich einige Personen vor ihrer Jordanien Reise überlegen, ob man zu Hause eine Trainingsrunde von dieser Distanz absolvieren möchte. Es wäre wirklich schade, wenn man diese Strecke nur mit Wehwehchen oder gar nicht schaffen würde. Getränke und Essen bekommt ihr überall auf der Strecke zu Touri-Preisen. Somit ist ein kein Fehler, wenn ihr in euren Rücksacken Trinkwasser dabei habt. Für Petra rechnet einen kompletten Tag ein und kommt so früh wie möglich zum Eingang.
Nach dem Eingang, noch bevor ihr die Schlucht erreicht, seht ihr in den Felsen das Obeliskengrab auf der linken Seite und die Djinn-Blöcke auf der rechten Seite.
Ihr kommt in den Siq, der Hauptweg in die Stadt. Diese Schlucht ist über 1 km lang und ca. 100 Meter tief. Achtet auf die Wände, immer wieder werdet ihr dort Kunstwerke erkennen.
Danach erreicht ihr das Mausoleum Khazne al-Firaun, welches euch vom Kinofilm „Indiana Jones – Der letzte Kreuzzug“ bekannt ist. Kinder bieten euch für etwas Geld an, euch auf den Felsen gegenüber zu bringen um den Ausblick zu genießen. Macht das bitte nur, wenn ihr schwindelfrei und fit seid! Haltgriffe und Stufen rauf gibt es keine!
Nach einer kurzen Pause geht ihr weiter und erreicht das römische Theater, das eine Kapazität von bis zu 10.000 Menschen gehabt haben soll.
Auf der rechten Seit werdet ihr die Königswand erblicken. Die Königsgräber kann man sogar von Innen bekunden.
Der große Tempel im Zentrum von Petra ist der größte Bau.
Durchatmen, denn jetzt kommen 822 Stufen bis zum Kloster Ad-Deir. Dieses Kloster sieht dem Khazne al-Firaun etwas ähnlich. Der Vorteil ist, dass hier weniger Leute sind als beim Khazne al-Firaun.
Hinweisschilder zeigen euch den weiteren Weg bis zum „BEST VIEW IN JORDEN“. Spätestens hier könnt ihr auch auf die Schulter klopfen und auf den zurückgelegten Weg stolz sein. Genießt den weiten Ausblick. Ihr habt es euch verdient.
Der Rückweg steht euch noch bevor. Für die Strecke von oben bis zum Eingang, über 6 km, benötigte ich 1 Stunde und 45 Minuten.
Für uns ging es nach diesem wundervollen Tagesausflug weiter ans Rote Meer ins Taucherparadies Akaba.
City of Petra ist unglaublich beeindruckend. Es ist doch der Wahnsinn, dass die Menschheit vor so vielen Jahren bereits fähig war, solche Bauten in Felsen zu schlagen. Es gab kein Werkzeug wie heute. Faszinierend ist auch die Tatsache, dass solche ähnlichen Werke in Felsen, wie eben das Kloster Ad-Deir und Khazne al-Firaun, über 1.700 Kilometer Landweg weit entfernt in Fethiye und im Geburtsort vom heiligen Nikolaus, in Kas (in der heutigen Türkei) zu finden sind.