"Man reist ja nicht um anzukommen, sondern um zu reisen." Johann Wolfgang von Goethe


 

Burj al Babas

Jänner 2025

Am Dienstagabend trafen wir uns zu sechst am Flughafen. Nach einem entspannten Abendessen in der Lounge hoben wir danach ab in Richtung Türkei – unser Ziel: das Wintertrainingslager der Austria, die nach einer einjährigen Pause (letztes Jahr waren wir in Malta) wieder ihre Zelte in der Türkei aufschlug. Der Flug verlief ohne Zwischenfälle, doch kaum waren wir gelandet, sprangen die ersten Passagiere auf und wollten aussteigen, obwohl das Flugzeug noch zur Parkposition rollte. Es herrschte Chaos. Um das zu toppen, begann ein Jugendlicher auch noch mehrfach "Allahu Akbar" zu rufen – eine bizarre und beunruhigende Begrüßung für das neue Jahr. So begann meine erste Reise 2025.
Nach der turbulenten Landung erreichten wir unser Hotel in der Nähe des Flughafens gegen Mitternacht. Am nächsten Morgen machte ich mich allein auf, um das Mietauto abzuholen – einer meiner kostenlosen Services, den ich der Gruppe immer wieder gerne anbiete. Unser Tagesziel: das Geisterdorf Burj al Babas, gelegen fast genau zwischen Istanbul und der Hauptstadt Ankara. Auf dem Weg dorthin fuhren wir durch das Dorf Sarto. Völlig unerwartet stießen wir hier auf ein weiteres Geisterdorf – Sarto Country. Sarto, oder auch Sarto Köyü genannt, ist ein Dorf in dem  nicht fertig gebaute Häuser stehen. Überall in den Straßen liegen Schutt und Baumateriale. Der Anblick der leerstehenden Gebäude lässt den Besuch unheimlich wirken. Diese Siedlung wird wohl nie fertig gebaut. Eine komplette Fehlplanung. Wir konnten hier problemlos in die Häuser und durch die Straßen spazieren.
Ein paar Kilometer weiter, als wir über eine kleine Anhöhe fuhren, erblickten wir dann Burj al Babas – ein atemberaubender Anblick. Für einen Moment hielten wir an und stiegen aus, um den weiten Blick auf die nicht fertig gebaute Siedlung zu genießen. Danach ging es weiter zum bewachten Eingang des Areals. Wir wussten, dass das Gebiet überwacht und verschlossen ist und hatten nicht viel Hoffnung, wirklich hineinzukommen. Doch als ich mit dem Übersetzer in der Hand den Wachmann ansprach, bot er uns sofort an, für 100 US-Dollar in bar 20 Minuten in das Dorf zu dürfen. Nach einigen Verhandlungen einigten wir uns auf 15 Euro pro Person für eine Stunde. Natürlich ohne Quittung. Uns wurde ausdrücklich untersagt, Videos zu machen (Fotos waren erlaubt) und die Häuser nicht zu blablablablalba – doch natürlich liesen wir uns nicht einschüchtern.
Burj al Babas ist eine Geisterstadt mit 732 geplanten Villen, von denen bereits 587 teilweise gebaut wurden und die ursprünglich als Luxusresidenzen für wohlhabende Käufer gedacht waren. Doch der Bau des Projekts wurde nach einer Insolvenz gestoppt und seither sind die Villen leer. Wir spazierten durch die surrealen Straßen und entdeckten eine seltsame Mischung aus unvollständigen Bauarbeiten und Überbleibseln eines versunkenen Traums. Manche Häuser hatten bereits Fensterrahmen und Glas, in einigen steckten sogar die Schlüssel in den Balkontüren. An vielen Stellen standen Baumaterialien herum, als würde der Bau morgen weitergehen – was jedoch nie geschehen wird. Bewohnt wird das Dorf dennoch: Das Wachpersonal lebt in umgebauten Containern, um das Areal zu überwachen. Ein Wachmann war sogar mit einer Schrottflinte ausgestattet, die eher gegen wilde Tiere eingesetzt wird. Als die kurze Stunde um war, fuhren wir zurück zum Flughafen, um unseren Flug nach Cukurova zu erreichen. (Reisebericht wird nach den Fotos fortgesetzt...)





Cukurova? Nein, das ist kein abgelegener Ort in Rumänien, sondern der neue Flughafen im Südosten der Türkei, nach der Schließung des Flughafens in Adana. Am Donnerstag, nach einer vierstündigen Autofahrt, erreichten wir unser erstes Ziel: Hatay Altınözü Yunushanı. Wenige Kilometer entfernt liegt der Gelinler Dağı Nekropolü, ein antikes Grabmal, welches in Fels geschlagen ist, das sich majestätisch über die Region erhebt. Besonders auffällig ist, dass der Nekropolü schon Jahrhunderte lang als Begräbnisstätte genutzt wurde und heute noch faszinierende Relikte aus der Vergangenheit birgt. Zu diesem Zeitpunkt waren wir nur mehr 10 km von Syrien entfernt.
Später besuchten wir die St. Petrus Grotte, ein historischer Ort mit einer tiefen religiösen Bedeutung. Diese Grotte wurde schon früh von den Christen als Gebetsstätte genutzt und bietet einen einzigartigen Blick auf die 390.000 Einwohner starke Stadt Antakya. Beim Ausblick fielen mir überall die vielen Kräne auf. Noch nie habe ich so viele Kräne in einer Stadt gesehen.  An allen Ecken und Enden wird in dieser Stadt gearbeitet. Antakya ist bekannt für seine Vielfalt an Kulturen. Wie in vielen anderen Städten der Region, zeichnen sich noch immer deutliche Spuren des verheerenden Erdbebens ab, das die Region im Februar 2023 erschütterte.
Das Erdbeben vom 6. Februar 2023 hatte verheerende Auswirkungen: Mehr als 50.000 Menschen starben in der Türkei und Syrien. Ganze Stadtteile wurden zerstört, Gebäude stürzten ein, und das Leben der Menschen wurde auf tragische Weise aus der Bahn geworfen. Wir fuhren langsam, blieben manchmal stehen und waren einfach nur schockiert. Viele Familien sind nach wie vor obdachlos, leben in Notunterkünften und Zeltlagern und in Containern. Die Zelten sahen so aus, wie Jurte, von denen ich euch von meiner Kirgisistan Reise letzten November berichtet habe. Mich würde es gar nicht wundern, wenn es echte Jurte Zelten waren! Ich vermute, dass manche Menschen, vor allem Ältere die keine Angehörigen haben, wohl bis ans Ende ihrer Tage in solchen Lagern leben müssen. In Antakya sahen wir immer noch zerstörte Häuser, umgefallene Häuser, abgerissene Wände, abgetragene Häuser und tiefe Spuren des Schreckens. Trotz aller Bemühungen und der großen Hilfe aus dem In- und Ausland bleiben viele Häuser noch immer unbewohnbar und das Leben der Menschen in dieser Region hat sich seit dem Beben nie wieder normalisiert. Ich kann es mir einfach nicht vorstellen, wie es am Tag der Katastrophe aussah.
Wir machten Halt am Kloster des Symeon Stylites des Jüngeren in den Bergen. Oder besser gesagt, zu den Steinen die vom Kloster übrig geblieben sind. Das Kloster ist ein bemerkenswerter Ort, da es die Geschichte des heiligen Symeon widerspiegelt, der hier als Einsiedler lebte. Es war ein friedlicher Ort, weit entfernt von der Hektik der Städte und wir waren die einzigen Besucher. In dieser abgelegenen Region fanden wir sogar Windräder, die den Berg durchzogen und mit ihren mächtigen Klingen eine kühle Brise heranführten.
Von dort aus ging es weiter zum Vespasianus Titus Tunnel. Es handelt sich um eine natürliche Felsenschlucht, die durch die Antiken Römer mittels eines Tunnels durchbrochen wurde, um den Verkehrsfluss zu ermöglichen.
Die Schlucht, durch die der Tunnel verläuft, ist ein beeindruckendes geologisches Phänomen, das tief in das Land hineinreicht und von steilen, zerklüfteten Felsen gesäumt wird. Der Tunnel, der in diese Schlucht geschnitten wurde, hat damals als Verbindungsweg und auch zur Sicherstellung des Zugangs zu abgelegeneren Gebieten gedient.
Das Erlebnis, durch diesen Tunnel zu gehen, ist unvergesslich. Der Tunnel selbst verläuft tief unterhalb der Schlucht, und wenn man hindurchgeht, hat man das Gefühl, in die Tiefe der Erde einzutauchen, umgeben von den steilen Klippen und der imposanten Natur. Die Geschichte dieses Tunnels und der Region macht den Besuch zu einem einzigartigen Abenteuer!
3 weitere Punkte standen auf dem Plan von Oliver, aber leider mussten wir diese streichen, da wir unseren Flug nach Antalya erwischen mussten. Ich brachte die fünf zum Terminal und das Auto zurück. Als ich beim Check-in ankam, herrschte verwirrte Stimmung bei der Gruppe. Einer (er hatte nicht über mich gebucht) wurde nicht im System der Airline gefunden. Wahrscheinlich handelte es sich um einen Buchungsfehler – so etwas kann natürlich passieren, wie wir ja sehen. Für unglaubliche 56 Euro konnte noch ein Ticket ergattert werden und nach 45 Minuten Flugzeit waren wir endlich in Antalya. Nach den typischen Problemen mit der Autovermietung, wie zum Beispiel einem leeren Tank, waren wir gegen 01:00 Uhr endlich in unserem Hotel.
Am Freitag war Ruhetag angesagt – an der Bar und in der Sauna. Auch das muss mal sein. Das Wetter war fast immer sonnig, mit Temperaturen bis zu 20 Grad. Besonders bemerkenswert, wenn man bedenkt, dass wir vor drei Jahren in Antalya während der Corona-Zeit sogar Schneefall hatten.
Am Samstag ging es für Fredi nach Pamukkale. Da wir alle schon mindestens einmal dort waren, musste er alleine fahren. Am Nachmittag stand das erste Austria-Match auf dem Programm. Seit 23 Jahren begleite ich nun meine Austria immer wieder ins Trainingslager. Es war nicht immer die Türkei. Einmal waren wir in Zypern, was ich dank der Ausflüge sehr interessant fand, zweimal war ich in Spanien dabei – gut, eigentlich dreimal. Aber 2008 wurde das Trainingslager aufgrund des damaligen Faröer gestörten Nationaltrainers, der kurzerhand ein Skitraining in Dubai abhielt, verschoben und wir fuhren damals weiter nach Lissabon zum Stadtderby. Wie oft ich nun in der Türkei war, kann ich nicht sagen, aber auf jeden Fall schon so oft, dass ich in dieser Region ohne Navi fahre und wahrscheinlich sogar als Taxifahrer arbeiten könnte.
In den Tagen davor meldeten sich ein paar Jungs aus Essen bei mir, die ebenfalls zum Spiel wollten. Wer zu solchen Spielen möchte, braucht keine Eintrittskarten. Man muss sich vorher auf einer Liste beim Verein eintragen lassen und dann mit dem Reisepass Zugang zum Gelände bekommen. Heute jedoch wurde kurioserweise nicht kontrolliert. Das Spiel sollte ursprünglich in vier Vierteln zu je 30 Minuten ausgetragen werden. Essen spielte etwas früher gegen Dynamo Dresden und einige Fans wollten die letzten zwei Viertel bei uns sehen. Letztendlich entschied man sich dann doch für zwei Durchgänge zu je 45 Minuten, was dazu führte, dass die Essener nur die letzten zehn Minuten vom Spiel sehen konnten. Aber trotzdem cool, dass sie gekommen sind. Das Spiel endete mit einem violetten 2:1-Sieg gegen Mura 05 aus Slowenien.
Sonntag. Ich werde jetzt schon wütend. Auf Facebook wurde mir eine interessante antike Stadt namens Sagalassos vorgeschlagen. Ein wunderschönes Bild und ich dachte, das muss unbedingt auf den Plan. Nicht nur ich, sondern auch die gesamte Gruppe war von dieser Idee begeistert. Unsere Reisegruppe war mittlerweile auf acht Personen angewachsen und nach einem kurzen Stopp in einer Apotheke machten wir uns auf den Weg in das neblige und kalte Sagalassos. Beim Eingang gab es direkt Ärger. Der Eintritt von 8 Euro war ausgeschildert – für Ausländer, wohlgemerkt. Türken zahlen natürlich nur einen Bruchteil. Schon heftig, dass die Preise hier auch in Euro angegeben sind. Ich wollte die 8 Euro bezahlen, doch der Verkäufer tippte eine andere Zahl in seinen Taschenrechner. Erst verstand ich nicht, worum es ging, doch dann wurde mir klar, dass es sich um die drastische Geldentwertung handelte. Als ich das erste Mal beim Austria-Trainingslager war, lag der Kurs Euro/Türkische Lira bei 1 zu 2. Heute liegt er bei etwa 1 zu 36. Zur Erinnerung: Putin strebt an, mit dem Rubel und der Türkischen Lira die neue Währung „BRICS“ zu etablieren, um dem USD und Euro Konkurrenz zu machen. Ok, soll er nur.
Sagalassos ist eine antike Stadt, die auf den Hängen des Tahtalı Dağs liegt. Sie war im 2. Jahrhundert v. Chr. eine florierende Stadt und wurde später im Mittelalter verlassen. Die Ruinen von Sagalassos gehören zu den beeindruckendsten antiken Stätten in der Türkei und beinhalten ein großes Theater, ein monumentales Tor und einen beeindruckenden Marktplatz. Ein Erdbeben hat die Stadt jedoch im 7. Jahrhundert stark beschädigt, was zu ihrem endgültigen Verfall führte.
Als wir so ziemlich alles von dieser Stadt gesehen hatten, wollten wir noch zum berühmten Punkt, an dem das Bild aufgenommen wurde, welches ich zu Beginn erwähnt hatte. Doch wir fanden ihn nicht. Wir fragten einen Tourguide, der mit zwei Leuten unterwegs war, aber er kannte den Ort nicht. Auch beim Eingang war niemand darüber informiert. Leider war ich einer falschen Information aufgesessen. Bis heute weiß niemand, wo dieses Bild aufgenommen wurde. Nach dieser interessanten Besichtigung fuhren wir zurück ins Hotel, um uns auf den nächsten Tag vorzubereiten.
Am Montag stand der Ausflug nach Alanya an. Fünf von uns waren mehr oder weniger pünktlich vor dem Hotel. Einer fehlte, und konnte telefonisch nicht erreicht werden. Um 09:17 Uhr, als wir schon eine Stunde unterwegs waren, kam dann die erlösende Nachricht: „Ja, Abfahrt 08:00 ist okay“. Verwirrung. Erst am Abend erfuhren wir, dass sich sein Handy auf die österreichische Zeit umgestellt hatte – daher das Missverständnis.
In Alanya stellten wir das Auto im Halteverbot ab und gingen zur Damlataş-Höhle, auch Kleopatra-Höhle genannt. Diese Höhle hat eine besondere Verbindung zur ägyptischen Königin Kleopatra, da sie einst als beliebter Ort für ihre Erholung galt. Und angeblich noch viel mehr. Der hohe Gehalt an Luftfeuchtigkeit und die Temperatur machen diese Höhle zu einem heilenden Ort, was sie zu einem beliebten Ziel für Touristen macht. Es saßen Menschen drinnen und unterhielten sich wie in einem Caféhaus.
Anschließend fuhren wir mit der Seilbahn hinauf zur Festung von Alanya. Die Alanya-Festung, die auf einem Hügel thront, bietet einen atemberaubenden Blick auf das Mittelmeer und auf die Stadt. Sie wurde im 13. Jahrhundert von den Seldschuken errichtet und war einst ein wichtiger strategischer Punkt. Die Festung umfasst einen großen Palast, zahlreiche Türme und beeindruckende Mauern, die noch heute gut erhalten sind. Nach einem Rundgang kehrten wir zum Auto zurück, wo wir keinen Strafzettel vorfanden. Wir fuhren durch die Stadt, als uns ein Parksheriff auffiel, der Strafzettel verteilte, an Autos, die zwar richtig parkten, aber ohne Parkschein. Also besser ohne Parkschein im Halteverbot parken. Ist billiger. Der Verkehr in der Türkei? Die Tempolimits werden kaum kontrolliert. Übertritte von über 100 km/h sind hier eher die Regel als die Ausnahme. Übrigens – ich bin stolz darauf, in der Türkei noch nie einen Strafzettel bekommen zu haben, besser gesagt: noch nie bezahlt zu haben.
Bei der Rückfahrt wollten wir noch in den Bergen eine Burg besuchen, aber als wir am angegebenen Zielort ankamen, war weit und breit keine Burg zu finden. Unsere Anwesenheit sorgte offensichtlich für einige Verwunderung bei den Einheimischen in diesem kleinen Bergdorf. Das war nun bereits die x-te Fehlinformation von google. Ich wollte nur noch zurück ins Hotel – was wir auch taten.
Am nächsten Tag war wieder Ruhe angesagt. Über die Jahre habe ich so viel in der Türkei gesehen, da gönnte ich mir schon mal einen weiteren Ruhetag. Ja, viele Fotos und Berichte werde ich euch noch schenken.
Am Mittwoch ging es dann pünktlich um 8 Uhr türkischer Zeit wieder in Richtung Osten, vorbei an Alanya, diesmal eine längere Fahrt bis nach Anamur. Unterwegs fiel mir auf, dass es sogar einen russischen Radiosender gab. Kein Wunder, schließlich leben aufgrund des Krieges in der Ukraine zehntausende Russen in der Türkei. Eine Quelle spricht sogar von über 200.000.  Aufgefallen ist das auch einem in unserer Gruppe, der so eine lustige App hat, bei der man links und rechts wischen kann. Immer wieder kommen Bilder von russischen Frauen, bei denen steht, dass sie zwar aus Russland stammen, aber in der Türkei leben. Singels, teilweise mit Kinder. Auch diese Leute haben ihr altes Leben in Russland satt. Auch ein Radiosender, der Griechisch sendete, fiel uns auf – der kommt wohl aus Zypern. Nach etwa vier Stunden Fahrt erreichten wir die antike Stadt von Anamur – und was war? Richtig, sie war geschlossen. Doch wir hatten genug von den Fehlinformationen und fuhren trotzdem weiter. Am Ostausgang von Anamur fanden wir das Marmure Kalesi, eine beeindruckende Festung aus dem 12. Jahrhundert. Sie wurde von den Kreuzrittern als strategischer Punkt erbaut und bietet einen tollen Blick auf das Meer und die Umgebung.
Anamur ist bekannt für seine Bananenplantagen und seine Nähe zum mediterranen Klima. An den Straßenrändern sahen wir immer wieder Verkaufsstände die Banana anboten. Die Stadt hat eine ruhige Atmosphäre, was sie zu einem angenehmen Zwischenstopp auf einer längeren Reise macht.
Am Donnerstag stand das zweite und letzte Austria-Spiel an. Da wir wieder einen Baumeister in der Gruppe dabei hatten, versuchten einige von uns am Strand den Burj Khalifa aus Dubai nachzubauen. Vielleicht lag es am schlechten Material oder am Bier, aber die Höhe wurde nicht ganz erreicht. Ganz sicher lag es nicht am Werkzeug, denn da wurden immerhin fast 10 Euro investiert.
Das Spiel war ursprünglich für vier Viertel à 30 Minuten geplant, aber weil der serbische Verein TSC Bačka Topola nicht genug Spieler aufbieten konnte, einigte man sich schließlich auf die reguläre Spielzeit. Auf einem Platz, dessen Abstand zwischen der Seitenlinie und der Tribüne gefährlich klein war (nur zwei Meter), fiel kein Tor, obwohl die Austria einen Elfmeter vergab und das leere Tor aus vier Metern verfehlte. Der Abend wurde wie immer in der Hotelbar beendet. Die Live-Musik war so laut, dass sie eher störte als zur Unterhaltung beitrug.
Am Freitag war unser Abreisetag. Schön, dass alle ihren Heimflug gebucht hatten. Am Flughafen trafen wir noch die Mannschaft vom LASK. Fans waren keine zu sehen, aber die Spieler unterhielten sich sicher miteinander – zumindest glaube ich das. Beide Teams trugen weiße Oberteile. An dieser Stelle Grüße nach Linz. Wudle bekam von Schopp noch eine Begrüßungswatschen. Dann konnten wir in Richtung Wien abheben.
Für mich geht nun eine über 3 monatige Reisezeit zu Ende. Ich reiste über 3 Kontinenten und besuchte dabei 16 Länder. Nun brauche ich Pause!