"Man reist ja nicht um anzukommen, sondern um zu reisen." Johann Wolfgang von Goethe

ZENOBIA - LARNAKA/ZYPERN

Start der Jungfernfahrt am 4. Mai 1980 von Malmö, über die Straße von Gibraltar mit Ankunft in Larnaka am 1.6.1980 und dem Ziel Syrien. 2.6.1980: Das Schiff nimmt im Hafen von Larnaka eine Seitenlage von 40 Grad an. Nach mehreren Rettungsversuchen schaffte man die Neigung zurück auf 2 Grad. Vermutlich gab es ein Problem im automatischen Ballasttanksystem, welches eigentlich eine schräge Seitenlage ausgleichen sollte. Es wird ein Systemfehler durch Programmierung vermutet, der statt dem Ausgleichen der Ballasttanks die Schlagseite immer mehr belastete.
  An Board befanden sich unter anderem 104 LKW und trugen durch Verrutschen dem Unglück bei. Als dieser Kampf, der über 6 Tage dauerte verloren war, schleppte man das Schiff noch vor Larnaka, ehe am 7.6.1980 ohne menschlichen Verlust versank. Mehrere Schweine und anderes Nutztier fanden dennoch den Tod.

  Neben diesem möglichen Systemfehler steht auch Versicherungsbetrug als Unfallursache im Raum. Der Schaden betrug 200.000.000 Euro,
was mit der Inflation heute fast 500.000.000 Euro sind! Zenobia wurde nur etwas über einem Monat alt, hat eine mächtige Länge von 172 Metern, eine Breite von 24 Metern sowie eine Höhe von 32 Metern und ist das größte betauchbare Wrack im Mittelmeer und  eines der Top 10 betauchbaren Wracks der Welt.
Nun ruhen Zenobia und die Fracht seit über 40 Jahren gut 1.500 Meter vor Larnaka in der Tiefe von 18 bis 48 Metern. Ich machte 2 Tauchgänge mit bis zu 27 Metern und bin mir bewusst, dass es für mich an dieser Stelle noch einige mehr werden, da dieses riesige Schiff wirklich viel zu bieten hat.
Beim ersten Tauchgang bekundeten wir das Schiff von außen. Zuerst die Schiffsschraube, bei der Außenwand vorbei zu den LKW´s. Beim zweiten Tauchgang ging es ins Innere. Durch enge Gänge stellten sich Fische unserem Tauchgang entgegen. Ich glaube es war das erste Mal in meinem Leben dass ich eine Toilette fotografiert habe. Bei den Rettungsbooten machten wir noch einen Stopp, ehe es wieder auf die 5 Meter Tiefe rauf ging.

Es war ein abenteuerlicher Tauchgang (mein zweiter Tauchgang auf 30 Meter überhaupt) zum Hauptgrund warum ich den Tauchschein gemacht habe. Da Zenobia extrem viel zu bieten hat, werde ich selbstverständlich irgendwann wieder zu diesem Wrack abtauchen…..