Geisterstadt Varosha
Im Oktober 2020 wurden einige Teile der Geisterstadt in Famagusta wieder teilweise zugänglich. Leider machten mir die Einreisebestimmungen wegen Corona zweimal einen Strich durch die Rechnung. Beim ersten Versuch in der Corona Zeit nach Nordzypern zu kommen, ja, den gab es gar nicht. Wir blieben gleich im europäischen Teil, denn die Überfahrt in den Norden war damals für Ausländer untersagt. Egal mit welchen Corona Dokumenten. Beim zweiten Versuch, letzten August, schafften wir es bis an die Grenze. Mit grünem Pass (geimpft), negativem PCR Test unter 72 Stunden aus Österreich mit QR Code, sowie negativem PCR Test unter 72 mit QR Code aus Zypern wurde uns dennoch die Einreise in den von der Türkei besetzten Norden untersagt. Alle guten Dinge sind drei. Die Überfahrt und die Fahrt nach Famagusta waren im April 2022 endlich problemlos möglich. Dieses mal wurde das Zertifikat aus Österreich anerkannt. Den Eingang in die Geisterstadt fand ich nicht sofort. Ich fuhr zuerst um Nordstrand, falls man den so nennen darf. Dort wo im Hintergrund die zerbombten und geplünderten Hotels stehen. Die Absperrung direkt am Strand, die an eine schlechter Straßensperre von Demonstranten erinnerte, war ausgetauscht. Ich sah ein Pärchen, das offensichtlich auch in die Geisterstadt wollte. Sie wussten den Weg und ich schloss mich ihnen an. Beim Eingang wurde ich von der Polizei kontrolliert. Wichtig war der Polizei, dass ich kein Journalist bin. Nach der Polizeikontrolle findet man einen Buffetcontainer und eine Leihfahrradstation. Nehmt euch ein Fahrrad! Ich ging zu Fuß weiter. Man darf sich nur auf dem Gehweg und der Fahrbahn bewegen. Selten kommt ein Fahrzeug vorbei. Die Polizei patrouilliert auf Fahrrädern und achtet, dass niemand in die teilweise einsturzgefährdeten Gebäude geht. Es gibt sogar 2 Zugänge zum Meer. Das Wasser ist herrlich blau, der Strand natürlich leer. Im Sommer unbedingt Badetuch mitnehmen und die Ruhe dort genesen. Ein Zugang befindet sich am Nordende der Sperrzone. Wenige Meter weiter durfte man bereits seit Jahren ins Meer springen. Der zweite Zugang ist weiter südlich, viel größer und bietet sogar eine Kantine.