"Man reist ja nicht um anzukommen, sondern um zu reisen." Johann Wolfgang von Goethe

Malta in der Corona Zeit Juli 2020

 

Nach 2007 war es mein erst zweiter Aufenthalt auf der Mittelmeerinselgruppe Malta. Die Auflagen für alle Reisen beginnen bereits am Quellflughafen. Mund-Nasen-Schutz, Abstand, Babyelefant usw…. Im Flugzeug bekam ich ein Einreiseformular, damit man mich, im Falle eines Covid Verdacht finden und informieren kann. Der Flug war sehr schwach ausgelastet und so konnte ich mich über 3 Sitze legen. Am Flughafen Malta wurde mein Formular gefordert und meine Körpertemperatur gemessen. Malta gilt laut dem Auswärtigen Amt Deutschlands als „von COVID-19 vergleichsweise gering betroffen.“  Das dürfte wohl auch ein Grund sein, warum die Bevölkerung auf Malta anders mit dieser Pandemie umgeht. MNS sind in den Öffis und Shops laut Aushang verpflichtend. Jedoch halten sich nicht alle Menschen ganz genau daran. 

Ich hatte mich entschlossen die Insel per Mietwagen zu erkunden. Da möchte ich noch anmerken, dass ich am Flughafen beim Autovermieter Büro sicher 20 Minuten bei offener Tür gewartet habe, bis sich endlich zwei Damen mit ihren Cafe-to-go an ihren Arbeitsplätzen zurück bewegten. Ob es nicht möglich gewesen wäre, dass nur eine Cafe holen geht? Dieselpreis auf Malta liegt bei fast genau 1,3 Euro. Diese Info gilt jenen die sich beschweren, dass die Dieselpreise in Österreich „nur“ etwas unter einem Euro liegen.
Erster Stopp war das malerische Fischerstädchen Marsaxlokk. Farbenfrohe Fischerboote liegen mit einem doppelten Babyelefantenabstand im Hafenbecken, während die Tische vor den Restaurants vergeblich auf Touristen warten.

Meine Badesachen waren natürlich immer im Auto dabei und wenn ich wo ein schönes Plätzchen gefunden hatte, sprang ich ins Wasser.

Wer noch Kleinkinder hat, kann im Playmobil Funpark Souvenirs für die Kleinen kaufen. Unbeabsichtigt habe ich mir ausgerechnet den Tag für Popeye Villiage ausgesucht, an dem dieser Drehort für den Kinofilm „Popeye – Der Seemann mit dem harten Schlag“, mit Robin Williams, geschlossen hat. Am besten sieht man das komplette Dörfchen von der gegenüberliegenden Straße.

Mit der Fähre fuhr ich auf die Nachbarinsel Gozo. Tickets werden erst bei der Rückfahrt gekauft und bezahlt. Wenn ich gewusst hätte, dass die Mitnahme des Autos nicht teuer ist, hätte ich mein Fahrzeug mitgenommen und hätte mehr von Gozo sehen können. Das Blaue Fenster zum Beispiel nicht, denn das ist bereits zusammen gebrochen. Schade.
Am letzten Tag war ich in der Hauptstadt Valetta unterwegs. Touristen? Wenige bis Fehlanzeige. Was mir aber mehr fehlte, waren die Kuba Styl Busse, die zumindest bis 2007 auf Malta rollten. Valetta war in diesen Tagen in Grün gehüllt, weil in dieser Stadt der neue Fußballmeister beheimatet ist.
Am letzten Vormittag konnte ich noch ein paar Stunden am Strand verbringen, ehe es im halbvollen und halbleeren Flieger nach Österreich zurück ging.